DeLonghi EPAM 960.75.GLM - Maestosa - Antrieb tauschen bei der Maestosa, wie?

    • DeLonghi EPAM 960.75.GLM - Maestosa - Antrieb tauschen bei der Maestosa, wie?

      Hersteller: DeLonghi | Typ-/Modell: EPAM 960.75.GLM - Maestosa | ca. Baujahr: 2019

      Hallo zusammen,

      ich stehe vor der vermutlich undankbaren Aufgabe bei der Maestosa den Antrieb zu tauschen. (Macht laute Geräusche und quält sich trotz neuer Brühgruppe)

      Hat das schon mal jemand gemacht und weiß wie man am Besten vorgeht? Was kann ggf. drin bleiben?
      Bei den ECAM muss ja immer so ziemlich alles raus..

      Grüße

      Mechanische Kenntnisse vorhanden: JA | Elektrische Kentnisse vorhanden: JA | Messgerät vorhanden: JA
    • Hallo Chris,

      ich vermute mal, dass fast alle Unterstützer hier Hobbybastler sind.
      Das bedeutet, dass viele sich einen großen Erfahrungs- und Wissensschatz erarbeitet haben, der hier austauscht und geteilt wird.
      Die meisten von uns werden so eine EPAM nie oder erst in einigen Jahren vor sich haben.
      Deshalb gibt es zu diesen Maschinen keine Erfahrungen und kaum zugängliche Dokumente.
      Wenn ich mir die Ersatzteile ansehe, dann sind die EPAM eine komplette Neukonstruktion. Brüheinheit, oberer Brühkolben, Antrieb, Elektronik, Mahlwerke - alles neu.
      Ich bin mir aber sicher, dass die Reparatur kein Spaziergang wird.
      Auf der linken Seite muss - nach meiner Einschätzung alles raus (Beide Boiler mit Magnetventilen und Verdrahtung!)
      Weiter bin ich mir nicht sicher, ober auch der obere Brühkolben raus muss.
      Wenn Du Dich ran traust, dann viele Fotos machen und hier Teilen ;)

      Welche Daten zeigt die Maschine im Statistik-Menü an?

      Grüße TeKa

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von TeKa ()

    • Vielen Dank für eure beiden Nachrichten.

      @Heini-22
      Die Gewindestange ist zugänglich wenn man den Schlitten abschraubt. Dieser ist bei der EPAM mit 3 (statt 2) Schrauben gesichert und DeLonghi scheint einen stärkeren Sicherungslack zu verwenden, ich musste sogar die Ratsche rausholen um die Schrauben zu lösen, gingen dann aber gut raus. Der Schlitten klemmt gleichzeitig eine Abdeckplatte fest, die die Gewindestange (vermutlich) vor Kaffeemehl schützen soll. Die kann man dann einfach beiseite legen und man kommt ganz normal an die Gewindestange dran. Das hatte ich aber schon zuvor gemacht.

      Der Antrieb macht noch keine quietschenden Geräuache, aber der Motor brummt recht laut und angestrengt.

      Ich habe den Antrieb jetzt erstmal drin gelassen, da er seine Arbeit ja noch macht und der Austausch nach dem was ich jetzt gesehen habe wirklich hardcore ist.

      @TeKa

      Du hast recht und auch wieder nicht. Ja, einige Dinge sind an der EPAM anders. Zum Beispiel ist der Dampferhitzer (den musste ich tauschen) in einer Art L-Form um den Kaffeeerhitzer drumherum angeordnet und dann mit Klammern am Kaffeeerhitzer festgeklemmt. Die Platine ist viel größer als bei den ECAM Modellen und sitzt hinten hinter. Der Antrieb ist etwas anders konstruiert, sitzt aber an gewohnter Stelle. Die Brühgruppe funktioniert auch etwas anders. Der Kolben lässt sich im entnommenen Zustand nicht bewegen, man muss da erst irgendwo eine Entriegelung betätigen.
      Dann hat man außen (aber nicht innen) nicht mit Metall gespart. Rundherum ist dickes Edelstahl aufgeplankt, sogar die Gehäuseschrauben sind dicke 30er Torx. Aber das ist nur Blendwerk. Die eigentliche Technik ist sehr ähnlich wie bei der ECAM und bis auf die Platine auch an den selben Stellen beheimatet. Es ist nur noch mehr von allem. Links über den Erhitzern sitzen wie gewohnt diverse Magnetventile und alles ist mit allem verkabelt und relativ wild mit Schläuchen verbunden. Die Qualität der Bauteile entsprechen der ECAM, sind großteils die selben. Das auszubauen und nachher wieder einzubauen ist nicht lustig, das sind unzählige Verbindungen, die man sich nur anhand vieler Fotos und Ruhe merken kann Soweit ich jetzt gesehen habe geht der Antrieb nicht nach innen raus, sondern man darf den gesamten Wasserkreislauf vorher ausbauen, Deckel, Display, oberer Brühkolben, einfach alles.

      Die Maschine hat 10.000 Kaffee und 2000 Mixgetränke gelaufen, also roundabout 12.000.
      Bilder
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    • Ein wunderschönes Gerät hätte ich sehr gerne in meiner Sammlung - somit mal vorgemerkt :love:

      ABER: Wer um Himmels Willen konstruiert etwas dermaßen reparaturunfreundlich verbautes :cursing:
      Immer logisch und Schritt für Schritt vorgehen. Blinder Aktionismus kostet Zeit und Geld.
      Küche: Jura GIGA 5 Pianoblack-Chrom Bj: 2012
      Büro: [sJura GIGA X3 ALU Bj: 2014
      INFO-VIDEO

    Hilfe zur selbstständigen Reparatur von Kaffeevollautomaten (Jura, Delonghi, Siemens u.v.m.)