Jura Impressa F70 - Störung 5 / Error 5

    • Jura Impressa F70 - Störung 5 / Error 5

      Hersteller: Jura | Typ-/Modell: Impressa F70 | ca. Baujahr: Unbekannt

      Hallo Roadrunner,

      hab gesehen dass du online bist. Ich hab ei Problem mit einer Jura F 70. Die hat angeblich kurz oben raus geraucht und ging dann nicht mehr. Ich hab erst auf eine Wasserundichtigkeit und einen darauf folgenden Kurzen getiptt. Ich hab die Maschine jetzt geöffnet und mal angeschalten. Sie zeigt im Display "Maschine heizt". Danach geht sie aber sorfort dazu über im Display Error 5 anzuzeigen und gar nichts mehr zu machen. Ich hab mal an die Heizung gelangt und festgestellt, dass die auch nicht aufgeheizt worden ist.

      Das mit dem Rauch aus der Maschine und der nicht warm werden Heizung scheint ja in Zusammenhang zu stehen. aber was heißt Error 5 bei der Jura 70. Kann die Efensicherung der Heizung durchgebrannt sein? Hoffentlich liest du es noch, bevor du dich in den Feierabend verabschiedest.

      Grüße aus Bayreuth

      Emelilly

      Mechanische Kentnisse vorhanden: NEIN | Elektrische Kentnisse vorhanden: NEIN | Messgerät vorhanden: NEIN
    • Hallo Emelilly ,

      Feierabend ? Was ist das ? ;(

      In der Tat bedeutet Störung 5 "Fehler im Temperaturregelkreis , Temperaturkennlinie unter Vorgabe".
      Das kann in der Tat mehrere Ursachen haben :

      1.) Thermoblock ist durchgebrannt. (Widerstandswert nicht ermittelbar/unendlich) , glaube ich aber nicht da das keine Rauchentwicklung nach sich zieht. Miss mal die Heizwendel durch , wenn diese ca 45-50 Ohm Widerstand hat ist der Wendel zu 99% ok.

      2.) Elfensicherungslitze (Übertemperatur-Sicherung) ist durchgebrannt. Glaube ich auch nicht da auch das keine Rauchentwicklung nach sich zieht. Die Efe macht kurz "ping" und ist weg. Lässt sich aber mit einem Durchgangsprüfer durchmessen , muss 0 Ohm haben.

      3) Leistungselektronik ist Defekt wobei sich das i.d.R. auf den Triac der für die Heizung zuständig ist beschränkt. Sowas qualmt schon mal tüchtig , besonders wenn auch Leiterbahnen verschmoren was nicht selten ist. Baue mal wenn Du 1.) udn2.) gecheckt hast den Leistungsprint aus und begutachte ihn von unten mit Focus auf die Leiterbahnen. Wenn eine verschmort ist musst Du sie restaurieren und die Bauteile zu denen sie führen austauschen , in der Regel ist es der Triac , der Optokoppler (ein MOC 3062 oder 3063) und die Zenerdiode davor.

      Auch ein defekter Temperatursensor kann die Ursache sein , hier würde sie aber zunächst Fehler 2 oder 3 angeben. Den kannst Du auch durchmessen , er sollte bei Raumtemperatur so 11-13kOhm haben !

      Viele Grüße,

      roadrunner

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von roadrunner ()

    • Also, mein Verdacht hat sich zum Glück bestätigt. Ich hatte noch so ne 192 C Elfenlitze da und hab die einfach mal getauscht. Siehe da, dat Ding jeht. Scheinbar sind die Besitzer sehr sensibel, weil ich mir auch nicht vorstellen kann, dass da viel Rauch aufsteigt. Ich konnte aber nach Ausbau der Litze eine kleine Russanhaftung am transparenten Schrumnpfschlauch sehen und hab sie dann mal gewechselt.

      Bin eh froh drum, die Geschichte mit der Messerei ist ja nicht so mein Ding. Jippijey, hat so auch geklappt. :D

      Ach ja, übrigens hab dann gesehen, dass BS auch da gewesen wäre. Wollte dich nicht diskrimieren, vorher war aber nur Roadrunner da. Grüße an Beide

      Servus Emelilly
    • Hallo emelilly ,

      Na da hast Du aber wirklich Glück gehabt.

      Aber Rauch steigt von einer auslösenden Efe garantiert nicht auf. Das geht überhaupt nicht da diese nur im Inneren durchbrennt und das in Bruchteilen einer Sekunde.

      Schaltet die Heizung denn ab ? Wenn der Triac defekt ist kann es sein dass die Heizung dauerhaft angesteuert wird , das geht ein paar Minuten gut und dann brennt Dir die neue Efe gleich wieder durch.

      Wenn sie aber 10 Minuten eingeschaltet steht und keinen Fehler anzeigt ist sie wohl ok , denn in dieser Zeit hätte der Boiler schon längst überhitzt. :D

      Ach ja , und wen Du ansprichst ist doch egal , wer grad on ist antwortet , egal wer ;) Ich war kürzlich wochenlang nicht online ,da musste BS und die anderen Cracks die ganze Arbeit machen :whistling:

      In diesem Sinne bis denne ,

      roadrunner
    • Ich hab die Maschine lang genug angelassen. Hat alles gehalten. Der Kaffee den ich probehalber rausgelassen hab, hat mir nicht geschmeckt. Lag aber eher an den Bohnen die drin waren, denk ich. Wieso fliegt die Elfenlitze eigentlich raus? Muß ja auch irgendeinen Grund haben, oder? (Außer die Geschichte mit dem Triak, aber der scheint ja in Ordnung zu sein.) Na seis drum, die rumpelt ja wieder. Übrigens hab ich in der Maschine einen sinnvollen Tropfschutz über der Pumpe gesehen. Gibts den schon lange? Kan man den irgendwo kaufen? Ist aus schwarzem Kunststoff. :thumbup:
    • Hallo emelilly ,

      Dann ist ok ! Glück gehabt :D

      Die Efensicherung brennt durch wenn die Temperatur des TB die 192° übersteigt , dann schmilzt im Inneren ein Lotfaden der die Patrone vom Netz nimmt.
      Warum ? Gute Frage , grad da anscheinend kein Vorschaden vorliegt.

      Bei "grundlos" durchbrennenden Efen tippe ich oft auf die Pumpe , wenn die Förderleistung nicht mehr stimmt überhitzt der Thermoblock am Ende eines Bezuges (grad bei großen Tassen) und die Efe löst aus.
      Da Dir der Kaffee nicht schmeckt kann das durchaus der Fall sein , denn mit zuwenig Druck gebrühter Kaffee schmeckt wie eingeschlafene Füße :wacko:

      Der Pumpenschutz ist leider nur bei Jura direkt lieferbar , er ist eine "Verbesserung des Serienstandes" da es viele Ausfälle wegen undichter Patronen/Erhitzern gab die langsam aber sicher die Pumpe zugerostet haben mit Ihrem Tropfwasser.
      Kannst Du Dir aus Bastlerkunststoff oder Teilen eines Joghurtbechers aber auch selbst anfertigen , das funktioniert genauso und Innen kommt es ja nicht wirklich auf Optik an :D

      Viele Grüße ,

      roadrunner
    • Erstmal gesundes neues Jahr an alle , die online sind oder noch kommen !!!

      Ich hab anfang November von dem Problem mit der F70 geschrieben. Konnte damals mit dem Tausch einer Elfenlitze behoben werden. Scheinbar ist die Maschine bis kurz vor Weihnachten gelaufen und jetzt hab ich sie wieder bei mir stehen.

      Roadrunner hat mir damals geschrieben, dass die defekte Efe nur eine Auswirkung von irgendeiner Ursache sein kann. Jetzt ist die Efe wieder durch. Ich hab jetzt die Heizung mal gemessen und hab an der Heizwendel ca. 38 Ohm messen können. Weicht das sehr von den von Roadrunner angegebenen 45-50 Ohm ab? Die Maschine wird offensichtlich mit Clarisfilter betrieben. Kann die Heizung verkalkt sein und das zur Ursache haben, das die Efe immer wieder durchbrennt?

      Die Trieaks auf der Platine hab ich messen lassen. Die sind abgeblich in Ordnung. Die Leiterbahnen scheinen auch in Ordnung zu sein.

      Und ein neues Problem scheint auch da zu sein. Leider hab ich die Maschine nicht angeschalten, bevor ich die Platine ausgebaut habe. Jetzt ist sie nach dem Durchmessen der Triaks wieder drin und außer Standby geht eigentlich gar nichts mehr. Ach doch, die Tassenbeleuchtung geht noch an, sonst aber Nischte.

      Hat Jemand einen Einfall ? ?(

      Grüße emelilly
    • Also den letzten Absatz meiner Anfrage bitte streichen. Ich hab, nachdem ich mit die Beschreibung der Maschine mal rausgelssen habe, die Maschine erfolgreich dreimal hintereinander entkalkt. Der Widerstand der Heizwendel passt jetzt wieder. Offensichtlich wurde die Maschine nur mit Filterpatrone betrieben und nicht entkalkt. Sonst konnte ich keine Vorschäden an Platine, Thermostat oder Pumpe feststellen. Mit der neuen Elfenlitze geht die Maschine wieder und ich hab sie schon länger als 2 Stunden laufen lassen und ca. 5 Tassen Kaffee rausgelassen. Warum die Efe wieder rausgeflogen ist, kann ich mir durch die verkalkte Heizung erkklären. Sonst konnte ich Nichts finden.

      Grüße Emelilly :D
    • Hallo Emelilly ,

      Dir auch einen guten Start ins neue Jahr 2010 :thumbsup:

      Also , ein paar Dinge sind mir bei Deinem aktuellen Problem aufgefallen die nicht ganz zusammenpassen.

      Der Widerstand der Heizwendel ist völlig unabhängig vom restlichen Zustand des Erhitzers. Auch wenn dieser völlig zugekalkt ist oder der wasserführende Teil komplett weggebröselt sein sollte...der Widerstand der Wendel ändert sich dadurch nicht.
      Erklärung : Der Heizwendel ist ein in einem Keramikisolator eingebetteter Widerstandsdraht der durch Stromfluss erhitzt wird. Er hat keinerlei Kontakt zum Wasserführenden System und dessen Einflüssen. Auch die Temperatur des im Erhitzers zirkulierenden Wassers ist für die Efe und den Thermosensor irrelevant , auch ein völlig leerer Erhitzer schaltet bei Erreichen der Betriebstemperatur ab , der Thermosensor sitzt ja auch aussen auf dem Gehäuse und nicht im wasserführenden Kanal. Gemessen wird also immer die Oberlächentemperatur des Erhitzers , nicht die des Wassers darin.

      Mit Pflege der Maschine , Entkalken oder Filterpatronen kann der Fehler absolut nichts zu tun haben , auch nicht mit dem in der Tat relativ niedrigen Wendelwiderstand von 38Ohm.
      Dieser führt dazu dass evtl. ein paar Ampere mehr Strom fliessen beim Aufheizen und dass der Erhitzer ein paar Sekunden schneller auf Temperatur ist. Aber letztlich wird er bei Erreichen der Betriebstemperatur abgeschaltet , also hat auch das auf die Efe (die erst bei 130° schmilzt) keinen Einfluss.

      Das Einzige was Du mal machen kannst wäre mal zu prüfen wie heiß der Erhitzer (aussen) denn tatsächlich wird. Conrad Elektronik bietet füt 14,95 ein recht brauchbares Infrarot-Thermometer an dass berührungslos und in einer Sekunde die Temperaturen von Oberflächen misst. Interessant wäre wie heiß der TB wirklich wird.

      Wenn er heißer ist als er soll kannst Du durch Entfernen des Thermosensors , reinigen der Kontaktfläche und wiederzusammenbau mit Wärmeleitpaste den Kontakt zwischen Sensor und Erhitzergehäuse verbessern. Der Sensor zeigt die Werte dann um einge Sekunden schneller an was zu einem entsprechend früheren Abschalten führt. Es gibt noch einen Nachheizeffekt , quasi eine Abschaltträgheit. Wenn diese die Schmelztemperatur der Efe erreicht (was ich aber eher nicht glaube) dann kann sie auch mal ohne Defekt schmelzen.

      Naja , vielleicht waren es auch zwei Zufälle , wenn die Maschine sonst anstandslos läuft nutze sie weiter und beobachte das ganze mal ;)

      Viele Grüße ,

      roadrunner
    • Hallo Roadrunner,

      Ich hab einen ganz brauchbaren Elektronikhändler in Bayreuth gefunden. Dort hab ich mal so ein Thermometer bestellt. Kostet bei dem auch nicht mehr, wie beim Conrad. Der hat mir freundlicherweise auch ne 192 Grad Efe in meinen vorhandenen Draht eingequetscht. ( für 1,50 € ) Weil ich jetzt mittlerweile schon ein paar Platinen bei ihm zum Löten hatte ( is ja nicht so mein Ding ), hat er mir auch diese Platine mal angeschaut und durchgemessen und konnte keinen Schaden feststellen. Nach dem Einbau der Efe hab ich die Maschine noch ca. 4 Stunden angehabt und mehrfach intensiv entkalkt. Auch hab ich hintereinander mehrere große Tassen Kaffee rausgelassen. Bei mir hat die Efe gehalten. Hat sie aber auch beim letzten mal und kam dann mit dem gleichen Schaden, nämlich Error 5 wieder.

      Keine Ahnung, was der noch fehlen kann. ?(

      Ach ja, wieso schmilzt die Efe bei 130 Grad, wenn soch 192 drauf steht? Und warum soll ich bei der Maschine mit Wärmeleitpaste am Fühler arbeiten. Ich hatte mal Wämeleitpaste bei einer AEG am Erhitzer verwendet, worauf mir BS geschrieben hat, dass die da nichts zu suchen hätte. Oder hab ich das damals falsch verstanden? :whistling:

      Grüße Emelilly
    • Hallo Emelilly ,

      Also wenn Da eine 192° Efe drin war dann schmilzt diese auch bei 192°. Aber das ist schon wirklich sehr hoch , bedenke dass zu dem Zeitpunkt wenn eine 192°-Efe schmilzt der Thermoblock sicher schon seine 250° Kerntemperatur hat....Und Wasser verdampft schon ab 100° , unter Druck etwas später.

      Was die Wärmeleitpaste angeht hat BS Recht , die meisten Thermoblöcke werden in der Regel nicht mit Wärmeleitpaste verbaut , ebenso Heizpatronen.
      Mit Wärmeleitpaste kann man allerdings eventuelle Eigenarten in Regelung oder Thermoblock etwas feineinstellen. Der Grund liegt darin dass ein normal arbeitender und normal geregelter Erhitzer dann etwas an Kerntemperatur verliert da er FRÜHER abgeregelt wird. Die Wärmeleitpaste bewirkt eine schnellere und frühere Weiterleitung der Temperatur an den Sensor.

      In Deinem Falle sieht es so aus als wäre der TB mit seinem insgesamt geringeren Widerstand von 38 Ohm etwas leistungsfähiger als er sollte. Hier halte ich eine leichte Temperaturabsenkung für angebracht , die Wärmeleitpaste hilft da.

      Wenn Deine Platine also in Ordnung ist und die neue Efe drin ist würde ich die Maschine mit dem Wärmeleitpaste ausgestatteten Sensor in den Alltagsbetrieb übernehmen und beobachten. Wahrscheinich passiert jetzt nichts mehr.

      Im Grunde jedoch hat BS auf jeden Fall Recht , im Normalfall kommt bei den wenigsten Eugstern Leitpaste unter den Sensor.

      Viele Grüße ,

      roadrunner
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