Siemens Surpresso TK52001 - compact - Keine Leistung an der Pumpe

    • Siemens Surpresso TK52001 - compact - Keine Leistung an der Pumpe

      Hersteller: Siemens | Typ-/Modell: Surpresso TK52001 - compact | ca. Baujahr: Unbekannt

      Ich habe ein spezielles Problem mit einer Siemens Surpresso TK52001.
      Bei Kaffeebezug läuft die Pumpe an, es gelangt aber scheinbar zuwenig Spannung an die Pumpe, die Leistung reicht nicht aus um Wasser durch das System zu pumpen. Auch bei Heißwasserbezug kommt nur wenig Wasser aus der Düse.
      Ganz anders ist die Situation, wenn das Gerät von sich aus eine Systemspülung durchführt. Z. B. beim Abschalten und zurückfahren der Brühgruppe. Hier erfolgt eine ordentliche Spülung, Wasser tritt aus, wie gewohnt.
      Ebenso ist es, wenn ein Überdruck im System festgestellt wird und der Heißwasserhahn geöffnet wir kommt auch ein ordentlicher Strahl heraus.
      Messungen der Pumpenspannung mit einem TRMS Voltmeter ergaben bei fehlerhafter Funktion ca. 128VAC, bei Funktion ca. 166VAC. Weiters konnte ich mit dem Oszilloskop eine Änderung der Ansteuerimpulse des Triac feststellen. Daraus resuliert dann die geänderte Ausgangsspannung.
      Der Vollständigkeit halber muß ich sagen, daß ich den originalen Triac gegen einen Z0103 (600V, Igt=3mA) getauscht habe. (auch BT138-600E habe ich probiert)
      Heute habe ich die Pumpe gegen eine neue getauscht -> Keine Änderung der Situation.

      Die Maschine ist 5 Jahre alt und wurde immer entkalkt. Im Wasserlauf habe ich alles durchgesehen und keine Auffälligkeiten gesehen.

      Das Problem mit dem fehlenden Wasser aus dem Kaffeeauslauf besteht auch, wenn kein Kaffee im System ist (Die Maschine kontrolliert nicht, ob Kaffee vorhanden ist oder nicht)
      Weiters habe ich folgenden Versuch gemacht: Kaffebezug gedrückt -> Mahlwerk läuft -> Brühgruppe führt in Position brühen -> Pumpe läuft an -> Jetzt Netzstecker gezogen -> Pumpe abgesteckt -> Über Regeltrafo versorgt -> Wasser läuft aus dem Kaffeeauslauf ab ca. 170VAC oder höher

      Wo kann hier der Fehler liegen?
      Haben die Mikroschalter Einfluß auf die Pumpenversorgungsspannung?

      Danke.

      m.f.G.
      Markus

      Mechanische Kentnisse vorhanden: NEIN | Elektrische Kentnisse vorhanden: NEIN | Messgerät vorhanden: NEIN
    • Hallo,

      Hatte schon mal so ein ähnlichen Fall wie du es schilderst habe ewig gesucht am Ende war es das Auslaufventil.
      Das Auslaufventil / Überdruckventil könnte dafür eine ursache sein.

      Gruß
      Burhans
      Fragen zu Defekten an Kaffeeautomaten per Mail oder PN werden nicht beantwortet. Dafür gibt es das Forum.
    • Danke für den Hinweis.
      Das Auslaufventil habe ich mir angesehen. Es war nichts fehlerhaftes zu erkennen. Der Gummipfropfen hat einen leichten Eindruckring vom Federdruck, Spuren von Kalk habe ich abgewischt. Der Stößel ist im Bereich Gummidichtung etwas dunkel.
      Das Auslaufventil ist auch nicht ganz wahrscheinlich, weil Heißwasser auch nicht richtig funktioniert und das wird vor dem Auslauventil abgezweigt.

      Es scheint mir so, als ob bei gewissen Betriebszuständen (Kaffee oder Heißwasserbezug) die Spannung an der Pumpe zu niedrig wäre.

      Ich mache jetzt noch eine Entkalkung, aber viel Hoffnung habe ich nicht mehr.

      m.f.G.
      Markus
    • Hallo,

      soweit mir bekannt ist der Original Triac ein T435-600T als Ersatztyp geht ein BT136-600D. Meiner Meinung nach wird der Triac von dem davor sitzenden Optokoppler MOC 3062 oder MOC 3063 angesteuert. Evtl. liegt das Problem am Optokoppler sodaß Du den mal tauschen solltest.

      Gruß,
      Mario
      Ich beantworte keine Fragen über PN oder Mail, dafür haben wir das Forum!!!
    • Vielen Dank für eure Vorschläge.
      Das Tankventil habe ich kontrolliert. Wasser fließt genug aus dem Wasserauslaß.
      Der Originaltriac war im TO92-Gehäuse, Aufschrift 0109. Aus Verlegenheit habe ich den BT138-600E versucht und dann einen Z0103 (ebenfalls TO92, 1,0A) bestellt, weil der einen noch niedrigeren Gatestrom hat. Mit beiden Triacs ergab sich das gleiche Verhalten.
      Der MOC Baustein ist bei dieser Steuerung nicht verwendet. Der Triac wird direkt vom Prozessor über einen Vorwiderstand angesteuert. Der Vorwiderstand ist in Ordnung.

      m.f.G.
      Markus
    • Hallo Markus,

      bevor du jetzt weiter irgendwas auf der Leistung tauschen tust höre einfach auf Burhans.

      Das du am Überdruckventil nichts siehst ist klar wenn es nicht gerade undicht ist. Aber es ist wie mit den Antriebsschalter die sind mech. nicht elektrisch defekt wenn die ausgetauscht werden müssen.

      Das du das nicht messen kannst ist damit dann selbstredend.

      Das Überdruckventil ist Federgelagert und öffnet nicht bei thermischer Ausdehnung das ist der Fehler. Damit kann die Pumpe die Leistung nicht erbringen.

      Solche Fehler kommen immer mal wieder vor. Sicherlich kann auch ein anderer Fehler die Ursache sein aber wenn die Pumpe angesteuert wird und Pumpt ist es nicht die Pumpe und auch nicht die Spannung die dort anliegt. Bei einem Defekt der Steuerung bezüglich der Pumpe, würde diese gar nicht erst anspringen. :) Zumindest bei diesen Steuerungen.

      Beste Grüße Kavo2010
    • Hallo BurHans und KAVO2010,

      Nach längerer Zeit bin ich wieder dabei einen neuen Anlauf zur Reparatur zu unternehmen.
      Also habe ich das Auslaufventil bei komtra.de (Art. Nr. 423399) bestellt.
      Der einzige Unterschied der Teile war, ein farbiger Strich, einmal blau, beim anderen Teil rot.
      Der neue Teil war rasch eingebaut und der erste Test heute nachmittag wurde gestartet.

      Leider, leider war das Ergebnis wieder die bekannte Fehlfunktion.

      Es will und wil kein Wasser/Kaffee aus dem Auslauf kommen, wenn man die Kaffeebezugstaste drückt.
      Nach dem Mahlen bekommt die Pumpe Spannung und brummt, aber relativ leise, es kommt kein Kaffee oder Wasser aus dem Auslaß. Nach einer gewissen Zeit schaltet sich die Pumpe ab, die Mechanik läuft weiter, es zischt und etwas Wasser wird in die Sammeltasse entlassen (Druckabbau?)
      Schaltet man das Gerät mit der frontseitigen I/O Taste aus, geht die Mechanik in Grundstellung und eine Spülung wird durchgeführt. Hierbei kommt sehr wohl Wasser aus dem Kaffeeauslauf und die Pumpe brummt laut.
      Gibt es einen prinzipiellen Unterschied im Steuerungsablauf, wenn die Maschine spült oder wenn sie Kaffee macht? Meine eingangs erwähnten Messungen würden darauf hindeuten.

      Vielleicht habt ihr noch eine Idee, was man noch prüfen könnte.

      Danke.

      m.f.G.
      Markus
    • Hallo,

      das Spülen scheinbar geht und Bezug mit Kaffeemehl nicht, stellt
      sich mir spontan die Frage ob der Mahlgrad evtl. viel zu fein ist.

      Gruß
      BS
      Immer logisch und Schritt für Schritt vorgehen. Blinder Aktionismus kostet Zeit und Geld.
      Küche: Jura GIGA 5 Pianoblack-Chrom Bj: 2012
      Büro: [sJura GIGA X3 ALU Bj: 2014
    • Hallo Markus
      Das ganze kann nicht funktionieren ohne Kaffeebohnen weil das Gerät hat defenitiv einen Pulvererkennungsschalter! Ohne Kaffeepulver in der Brühkammer bricht das Gerät jedes mal den Brühvorgang ab.
      Gruß
      Burhans
      Fragen zu Defekten an Kaffeeautomaten per Mail oder PN werden nicht beantwortet. Dafür gibt es das Forum.
    • Hallo,

      Mehrere Testläufe mit Kaffeebohnen und maximal grobem Mahlgrad haben folgendes Bild ergeben:
      Nach dem Drücken der Kaffebezugstaste beginnt die Brühgruppe in "Brühposition" zu fahren. Gegen Ende dieses Vorgangs hört sich das Ganze schwergängig an und knarrt. Danach ist die Situation wie bereits beschrieben. Die Pumpe bekommt Spannung und brummt leise. Kaffee kommt nicht aus dem Auslauf. Das ganze geht so ca. 1-1,5 min, dann schaltet sich die Maschine ab, wenn bis dahin nicht zumindest ein paar Tropfen Kaffee gekommen sind. Bei 2 von den 6 Testläufen sind nach einiger Zeit ein paar Tropfen gekommen und anschließend (nach 3 min. brummen der Pumpe) ist der Kaffee ganz normal gekommen. Hierzu muß ich sagen, daß es ab der Zeit, als die Tropfen gekommen sind, es im Bereich Brühgruppe leicht geknarrt hat. Daraufhin habe ich kontrolliert, ob die Brühgruppe beim Kaffeebezug in Endposition gestellt wird. Das geschieht, aber nicht immer bekomme ich danach Kaffee.
      Die Mechanik der Brühgruppe ist leichtgängig, wenn man sie mit der Hand im ausgebauten Zustand bewegt.

      Abschließend muß ich noch sagen, daß das erste Problem derart war, daß die Brühgruppe in einer Zwischenposition gestanden hat und die Service und Ein/Aus LED geblinkt haben und gar nichts mehr gegangen ist. Damals habe ich den Brühgruppenantrieb mit einem externen Netzgerät in Endposition gefahren. Danach hat hat sich das Problem mit dem Fehler beim Kaffeebezug gezeigt.

      m.f.G.
      Markus
    • Hallo
      vermutlich mahlt das Mahlwerk zu grob, dadurch übermahlt sie und führt zu dem knarren wie beschrieben!

      Markus100 schrieb:

      Gegen Ende dieses Vorgangs hört sich das Ganze schwergängig an und knarrt
      Landet der Trester Trocken in der Schale? wenn sich zuviel Kaffeepulver in der Brühkammer befindet dann bricht das Gerät diesen Vorgang ab!
      Fragen zu Defekten an Kaffeeautomaten per Mail oder PN werden nicht beantwortet. Dafür gibt es das Forum.
    • Nachdem ich den Mahlgrad wieder in den mittleren Bereich gestellt habe, ergab sich folgendes Bild:
      Kaffee wird gemahlen, dann beginnt die Pumpe leicht zu brummen. Es kommt kein Kaffee. Nach ca. 1,5min. kommen erste Tropfen aus dem Kaffeeauslauf. Das geht so ca. 1/2 min. Dann schaltet die Pumpe einige Sekunden ab. Anschließend beginnt die Pumpe normal zu brummen und der Kaffee fließt aus dem Auslaß, so als ob es immer so gewesen wäre. Der Trester ist gut durchfeuchtet.
      Vielleicht weiß noch jemand Abhilfe für die entstehende Wartezeit von ca. 2min nachdem man die Kaffeebezugstaste gedrückt hat.

      m.f.G.
      Markus
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