Jura Impressa S95 - Domel-Motor stinkt nach ca. 800 Bezügen

    • Jura Impressa S95 - Domel-Motor stinkt nach ca. 800 Bezügen

      Hersteller: Jura | Typ-/Modell: Impressa S95 | ca. Baujahr: Unbekannt

      Hallo Leute,

      ich habe mir vor ca. einem Jahr ein (angeblich) komplett neues Mahlwerk mit Domel-Motor gekauft. Gleich zu Beginn hatte ich einen kleinen Schaden an der Bohneneinzugsschnecke festgestellt, jedoch teilte mir der Händler (BND) mit, dass das Mahlwerk dennoch neu sei und gab mir einen kleinen Rabatt.
      Jetzt nach ziemlich genau einem Jahr und lediglich ca. 800 Bezügen fängt der Motor nach zwei kurz aufeinanderfolgenden Bezügen das Stinken an. Ein nicht zu verwechselndes metallisches Stinken wie bei einer schlecht geölten Miniatureisenbahn.

      Der Händler beruft sich jetzt auf die Beweislastumkehr, da der Kauf mehr als 6 Monate her ist. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass ein neuer Domel-Motor nach 800 Kaffeebezügen bereits schlapp macht.

      Vielen Dank für euer Hilfe schonmal im voraus,
      BassMonkey

      (EDIT) Hier die Angaben, die relevant für das Mahlwerk sein könnten:
      - Jura Impressa S95
      - Mahlwerk mit Domelmotor, 1 Jahr alt, ca. 800 Bezüge
      - Bohnen: Lavazza Perfetto
      - Bisher hat sich noch kein Stein in dem neuen Mahlwerk verfangen, den ich hätte entfernen müssen

      Mechanische Kentnisse vorhanden: NEIN | Elektrische Kentnisse vorhanden: NEIN | Messgerät vorhanden: NEIN

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von BassMonkey ()

    • Hallo,

      wenn Dir der Verkäufer versichert hat, dass es sich dabei um ein neues Mahlwerk gehandelt
      hat, dann wird das wohl auch so sein. Es gab bis dato nie ein Anzeichen, dass der von Dir
      genannte Händler seine Kunden mit solchem Vorgehen über den Tisch ziehen will.

      Hattest Du die normale, oder die geräuschreduzierte Version geordert?

      Grundsätzlich sollte man davon ausgehen, dass der Motor deutlich mehr als 10.000 Bezüge
      durchhält. Sogar Jura revidiert gebrauchte Mahlwerke und setzt sie wieder ein.

      "Stinken" ist natürlich auch eine Sache der individuellen Wahrnehmung und so nicht leicht
      zu beurteilen. Gibt es denn auch Anzeichen, dass die Mahlleistung abnimmt bzw. die Mühle
      im Betrieb leiert?

      Gruß
      BS
      Immer logisch und Schritt für Schritt vorgehen. Blinder Aktionismus kostet Zeit und Geld.
      Küche: Jura GIGA 5 Pianoblack-Chrom Bj: 2012
      Büro: [sJura GIGA X3 ALU Bj: 2014
    • Hallo BlackSheep,

      ich habe die geräuschreduzierte Version. Was den Gestank betrifft, so wurde der durch 3 Leute unabhängig voneinander festgestellt.

      Bisher habe ich keinen Rückgang der Mahlleistung feststellen können. Kann man den Status der Kohlen eigentlich feststellen, ohne das Mahlwerk zu zerlegen?

      Dass der Händler mich absichtlich über den Tisch ziehen will, halte ich auch für unwahrscheinlich. Man hat ja einen Ruf zu verlieren. Aber errare humanum est, man kann sich im Lager auch mal vergreifen, wenn man noch keine Zeit für den morgentlichen Kaffee hatte. ;)

      Gruß
      BassMonkey
    • Hallo,

      die geräuschreduzierte Version ist durchaus heikel. Da gibt es unverhältnismäßig
      häufig Probleme mit dem Antrieb. Die leisen Mahlwerke haben aber sehr häufig
      einen Johnson-Motor. Mache doch mal ein Bild von Deinem Antriebsmotor und
      stelle es hier ein.

      Gruß
      BS
      Immer logisch und Schritt für Schritt vorgehen. Blinder Aktionismus kostet Zeit und Geld.
      Küche: Jura GIGA 5 Pianoblack-Chrom Bj: 2012
      Büro: [sJura GIGA X3 ALU Bj: 2014
    • Hallo BassMonkey ,

      Beim Domel kannst Du die Kohlen ausbauen und auch ersetzen.
      Den aktuellen Status kannst Du leider nur ersehen nachdem Du mal BEIDE Kohlen ausgebaut hast , dazu muss das Mahlwerk aber auf jeden Fall ausgebaut werden (geht normalerweise schnell und unkompliziert).
      Auch bei einem Domel kann es durchaus sein dass eine der Kohlen sich durch Abrieb im Schacht nicht mehr vorwärtsbewegen kann und somit das verschleißkompensierende Nachrücken der Kohlen durch die Feder nicht mehr funktioniert.

      Mache mal folgendes :

      1.) Öffne die Seite von der aus Du das Mahlwerk sehen kannst (welche Maschine hast Du eigentlich ?)
      2.) Nimm einen großen Schraubendreher und klopfe so 20-30 mal kräftig gegen den Metallkorpus des Motors.
      3.) Führe dann ein paar Bezüge durch

      Wenn der Geruch jetzt besser wird sind die Kohlen entweder verklemmt gewesen oder abgebrannt.

      Ich habe Dir mal ein Foto angehängt , welcher der Motoren ist es ?

      Viele Grüße ,

      roadrunner
      Bilder
      • Johnson-Domel.jpg

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    • Hallo ihr Beiden,

      danke für die schnelle und ausführliche Antwort. Da mein erster Post etwas unter Informationsarmut leidet, werde ich das jetzt mal beheben.

      @BlackSheep:
      Erstmal zum Mahlwerk: Ich habe gerade nochmal auf der Rechnung nachgesehen und ich habe tatsächlich nicht die geräuschreduzierte Variante, sondern die normale Domel-Variante gekauft. Eigentlich wollte ich damals die geräuschreduzierte, aber nach Anfrage beim Händler kam eben die Aussage, dass diese einen Johnson-Motor habe, weshalb ich mich für die langlebigere Version entschieden habe. Verzeiht die Fehlinformation, das hatte ich falsch im Gedächtnis. :whistling:

      @roadrunner:
      Das Mahlwerk auszubauen ist für mich kein Problem. Ich werde mal ausprobieren, was du vorschlägst und dann Bericht erstatten. Wie gesagt hatte ich einen Domel bestellt, aber auch das werde ich nochmal selbst überprüfen, um ganz sicher zu gehen. Ich habe die Jura Impressa S95.

      Gruß
      BassMonkey
    • Da es sich immernoch um das selbe Thema handelt, vermülle ich das Forum mal nicht mit einem neuen Thread:

      Das Mahlwerk habe ich mittlerweile der Klopfbehandlung unterzogen. Allerdings hattet ihr erwähnt, dass man beim Domel-Motor an die Kohlen drankommt. Wie bekomme ich das bei dem Motor hin, gibt es dazu irgendwo eine Anleitung? Es ist übrigens definitiv ein Domel-Motor.
    • Hallo,

      siehe angehängtes Bild mit Draufsicht von unten:
      Die Kohlenhaltefeder (oranger Pfeil) etwas aufbiegen,
      dann kann die Kohle (roter Pfeil) entnommen werden.



      Gruß
      BS
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