DeLonghi ECAM 45.366.B - Eletta Cappuccino - Wenig Kaffee, aber Wasser in der Auffangschale

    • DeLonghi ECAM 45.366.B - Eletta Cappuccino - Wenig Kaffee, aber Wasser in der Auffangschale

      Hersteller: DeLonghi | Typ-/Modell: ECAM 45.366.B - Eletta Cappuccino | ca. Baujahr: 2014

      Hallo zusammen,
      ich habe ein Problem, dass ich hier schon öfter gesehen habe. Es kommt deutlich weniger Kaffee in die Tasse und dafür landet einiges in der Auffangschale. Heißwasser- und Dampfbezug sind unproblematisch. Nach meinen Recherchen im Forum liegt das in der Regel an einen defekten Magnetventil oder dem oberen Brühkolben. Ich habe festgestellt, dass die Metallplatte, auf der der Boiler befestigt ist ziemlich verrostet ist. Beim Kaffeebezug konnte ich jedoch nirgendwo in der Maschine einen Wasseraustritt feststellen, der zu dem Rost führen könnte. Das Wasser scheint ausschließlich aus dem dicken schwarzen Schlauch zu kommen.
      Hat jemand eine Idee, welches Bauteil defekt sein könnte?

      Viele Grüße
      Thomas

      Mechanische Kenntnisse vorhanden: JA | Elektrische Kentnisse vorhanden: NEIN | Messgerät vorhanden: JA
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    • Hallo Thomas,

      um den Fehler eingrenzen zu können, wären folgende Angaben wichtig:
      1. Anzahl der bereiteten Bezüge und Milchgetränke der Maschine?
      2. Wurde die Maschine schon gewartet (Dichtungen / Neuteile)?

      Bitte auch ein Foto der kompletten linken Seite der Maschine einstellen.

      Grüße TeKa.
    • Hallo TeKa,
      die Maschine hat rd. 20.500 Milchgetränke, 18.400 Kaffees und 600 Heißwasserbezüge.
      Den Boiler sowie eines der beiden Magnetventile (vermutlich das obere) habe ich schon mal getauscht, ansonsten habe ich vor rd. 2 Jahren eine neue Brühgruppe eingebaut. Die Maschine war auch schon mal in der Reparatur, ob da Dichtungen erneuert wurden weiß ich nicht.
      Anbei das Foto der Gesamtansicht, darauf kann ich allerdings gar nichts erkennen...

      Hallo harry owl,
      ich habe leider nirgendwo Wasser fließen sehen. Meinst Du mit Dampfheizung den u-förmigen Boiler? Ist der nicht aus Alu und kann selbst nicht rosten?

      Grüße
      Thomas
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    • Hallo Thomas,
      die oberen Brühkolben bei den ECAM-Maschinen halten nach meiner Erfahrung ca. 20.000 Bezüge.
      Dann reißt häufig die Deckplatte des Kunststoff-Umschaltkolbens des mechanischen Umschaltventils ab.
      Alternativ können auch die Dichtungen in diesem Ventil verschlissen / defekt sein.
      Das ist der häufigste Fehler zu dem von Dir beschriebenen Problem mit zu wenig Kaffee in der Tasse und viel Wasser in der Tropfschale.
      --> Das mechanische Umschaltventil und die Dichtungen können ohne Ausbau des oberen Brühkolbens kontrolliert werden. Dazu muss der schwarze Umlenkbogen über der Ventilabdeckung - ist mit zwei Imbus-Schrauben oben auf dem Brühkolben befestigt - abgeschraubt und die Deckplatte des Ventils abgezogen werden. Prüfen ob Deckplatte noch dran und die Dichtungen nicht beschädigt sind.
      Falls die Deckplatte abgerissen ist, oder auch wenn die Oberfläche des Kunststoff rauh ist, dann musst Du den oberen Brühkolben tauschen. Das sind aber nur ca. 32 EUR bei den ECAM.

      Über den dicken schwarzen Kunststoffschlauch wird Überdruck und Dampf in die Kondesationskammer abgelassen.
      Der Schlauch kann durchaus porös werden.
      --> zieh diesen doch mal vom oberen Ventil ab und unten aus der Kondensationskammer heraus, dann kannst Du diesen besser von allen Seiten kontrollieren. Ersatzteilkosten ca. 3,50 EUR.
      Die Dampfheizung schaut auf den ersten Blick nicht mehr so gesund aus, da bin ich ganz bei harry.
      Selbst wenn die Korrosion nicht durch einen Riss in der Heizung verursacht wurde, kann die Korrosion mittelfristig zu einem Schaden an dieser Heizung führen.
      Und ja die Dampfheizung ist das, was Du als u-förmigen Boiler. bezeichnest. Diese ist auf dem stark verrosteten Träger befestigt.
      Der Boiler für den Kaffeebezug sitzt direkt unterhalb unter der runden Kunststoffabdeckung.

      Grüße TeKa
    • Noch ein Nachtrag zu Deiner Bemerkung, dass man auf dem Foto der ganzen linken Seite nichts erkennen würde.
      Ich persönlich erkenne daraus sehr wohl mehr.
      Ein lokaler Austritt von Wasser macht sich meist zuerst über die Mineralablagerungen (Kalkspuren) bemerkbar.
      Die Korrosion am Halteblech hinter der u-förmigen Dampfheizung ist sehr großflächig.
      Dies ist für mich ein weiterer Hinweis auf den Austritt von Dampf hinter der Dampfheizung.
      Auch die bräunlichen Verfärbungen an den beiden Messingverschraubungen der Wasser- bzw Dampfanschlüsse der Dampfheizung deuten auf den Austritt von Dampf hin.
    • So, heute kam ich endlich dazu, mich wieder um die Maschine zu kümmern. An den oberen Brühkolben bin ich nicht herangekommen, da ich die obere Abdeckung nicht abbekommen habe. Dafür habe ich das obere Magnetventil gefettet und die Feder etwas auseinandergezogen, damit sie mehr Druck ausübt (das hatte ich in einem Reparaturvideo gesehen ). Anschließend habe ich noch die Damfheizung von der Halteplatte geschraubt und ein bisschen Rost entfernt. Das sieht wirklich nicht gut aus und muss vermutlich beides erneuert werden. Anschließend wieder zusammengebaut und eingeschaltet. Leider taucht jetzt sofort die Meldung "Allgemeine Störung" auf und die Maschinen macht keinen Muks mehr.
      Habt ihr dazu eine Idee? Die Halteplatte habe ich im Shop übrigens nicht gefunden...
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Thomas V ()

    • Vielleicht wurde es geschafft, weil man den Schrott wieder eingebaut und angeschlossen hat die Elektronik zu killen. Ober es wurde etwas falsch verkabelt - aber auch das wird wohl kaum jemand aus der Ferne erkennen können.
      Hast Du Bilder gemacht und geschaut ob wieder alles exakt so angeschlossen wurde? Wenn ja, vergleiche nochmal alles.
      Immer logisch und Schritt für Schritt vorgehen. Blinder Aktionismus kostet Zeit und Geld.
      Küche: Jura GIGA 5 Pianoblack-Chrom Bj: 2012
      Büro: [sJura GIGA X3 ALU Bj: 2014
    • Ich musste nur ein Kabel abziehen und das habe ich wieder angeschlossen. Daran kann es eigentlich nicht liegen.
      Die neue Dampfheizung liegt ja schon im Warenkorb, nur die Halteplatte hatte ich noch nicht gefunden. Und bis zur Lieferung wollte ich jetzt nicht auf Kaffee verzichten...
      In einem anderen Beitrag hatte ich gelesen, dass vermutlich dann die Übertemperatursicherung auf der Dampfheizung defekt sein könnte.
      Die beiden würde ich jetzt direkt mitbestellen. Blöd wäre halt nur, wenn es danach auch nicht funktionieren würde. Da die Maschine jetzt direkt in Fehler geht, kann ich die Sicherungen sicherlich auch nicht durchmessen, oder?
    • GRRR Groll!!!, da stimme ich Harald vollkommen zu.
      DEFEKTE TEILE WERDEN NICHT WIEDER EINGEBAUT!!!
      Egal, ob auf Kaffeeentzug oder nicht!
      Das ist wirklich - Entschuldigung - dumm und sogar lebensgefährlich!!!
      Beim Entrosten der Heizung kann ein Kurzschluss zwischen Heizungsdraht und Metallummantelung entstehen.
      Damit steht möglicherweise Netzspannung an metallischen Teilen der Maschine an.
      Wurde der grün/gelbe Schutzleiter entfernt?

      Wenn der Fehler sofort beim Einschalten erscheint, erkennt die Maschine einen unzulässigen Temperaturwert für die Dampheizung.
      Das hat nichts mit den Temperatursicherungen zu tun!
      Entweder wurde der Temperatursensor von der Platine abgezogen und nicht mehr aufgesteckt.
      Oder der Temperatursensor wurde beim Ausbau beschädigt.
      So schaut der Temperatursensor aus:
      komtra.de/delonghi-ersatzteile…sensor-delonghi-ecam.html
      Der Widerstand des (von der Elektronik abgezogenen!) Sensors muss bei Raumtemperatur ca. 120 kOhm betragen.
      Das wären die beiden günstigen möglichen Fehlerursachen.
      Ansonsten könnte durch den Einbau der defekten Heizung die Hauptplatine der Maschine beschädigt worden sein!
    • Okay, dass war dann wohl nicht so gut durchdacht...
      An der Heizung habe ich jedoch nur versucht ein bisschen Kalk abzukratzen, was aber nicht funktioniert hat. Das Halteblech habe ich ein wenig entrostet (Schutzleiter war dran), aber da ist immer noch einiges dran. Leider habe ich es in keinem Shop gefunden, so dass ich es weiter verwenden muss.
      Ich habe am Temperatursensor keinen Widerstand messen können, also habe ich jetzt eine neue Dampfheizung, den Sensor und zur Sicherheit die beiden Sicherungen bestellt. Ich bin gespannt, ob es dann wieder funktioniert...
    • Wenn die Temperatursicherungen bei der Widerstandsmessung ca. 0 Ohm haben, dann sind sie in Ordnung.
      Wie bereits geschrieben kann die sofortige Fehlermeldung beim Einschalten nicht durch die Temperatursicherungen verursacht werden.
      Die Fehlermeldung kommt eigentlich immer von einem der beiden Temperatursensoren.
      Vermutlich war der Temperatursensor durch den Dampfaustritt vorgeschädigt.
      Der aktuelle Ausfall und Tausch ist deshalb sogar von Vorteil und kostet nur 7 EUR.

      Die Halterung für die Dampfheizung konnte ich tatsächlich auch nicht finden.
      Auch nicht als Teilenummer von DeLonghi.
      Vielleicht kennst Du jemanden, der Dir das Teil Sandstrahlen kann.
      Danach mit Zinkspray vor Korrosion schützen.
    • So, die Ersatzteile (Dampfheizung, Temperatursensor und Sicherungen) sind eingetroffen und eingebaut. Die Maschine läuft wieder, verliert aber nach wie vor Wasser in die Abtropfschale. Die Abdeckung vom oberen Brühkolben habe ich auch abgemacht und darunter sah eigentlich alles gut aus. Ich werde jetzt einfach damit leben, dass ich die Schale öfter leeren muss.

      Ich danke Euch allen auf jeden Fall für Eure tatkräftige Unterstützung!
    • Sollte der Wasserverlust vom unteren Magnetventil kommen, dann läuft kaltes Wasser in die Tropfschale.Läuft heißes Wasser in die Tropfschale, dann kommt dieses definitiv vom oberen Brühkolben.

      So sah das bei mir nach fast genau 20.000 Bezügen aus:

      Entweder ist die Deckplatte gebrochen bzw. komplett abgerissen, oder die Dichtungen sind verschlissen.
      Das mechanische Umschaltventil schaltet den Wasserweg zwischen Brühkammer und Heißwasserauslauf / Kondensationskammer um.
      Ist es undicht, dann läuft Wasser während des Brüvorgangs über die Kondensationskammer in die Tropfschale.
      Genau das passiert bei Deiner Maschine. Das wird leider nicht besser, sondern nur noch schlechter.
      Meine ECAM 23.210 ist genauso alt wie Deine und brüht nach dem Austausch des oberen Brühkolbens Kaffee wie am ersten Tag.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TeKa ()

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    Hilfe zur selbstständigen Reparatur von Kaffeevollautomaten (Jura, Delonghi, Siemens u.v.m.)