Jura Impressa 5000 - brummt dauernd

    • Jura Impressa 5000 - brummt dauernd

      Hersteller: Jura | Typ-/Modell: Impressa 5000 | ca. Baujahr: Unbekannt

      Ich hab ne Jura Impressa Ultra 5000. Wir haben schon alle möglichen Ersatzteile ausgetauscht. Aber es besteht immer noch ein Fehler:
      Wenn die Jura eingeschaltet wird knackt das Magnetventil (ist auch neu) und anschließend brummt die Maschine für ca. 10 Minuten.
      Wenn man dann Kaffee beziehen will geht der Kaffee trocken in den Trester und das Wasser in die Auffangschale. Hört das Brummen auf
      kann man normal Kaffee beziehen. Das Knacken mit dem anschl. Brummen kommt ca. alle 15 Minuten und dauert dann ca. 10 Minuten.
      Ich hoffe auf Hilfe. Wir sind mit unserem Wissen am Ende.

      Bikergirl

      Mechanische Kentnisse vorhanden: NEIN | Elektrische Kentnisse vorhanden: NEIN | Messgerät vorhanden: NEIN
    • Hallo bikergirl ,

      Das Brummen kommt vom Drainageventilmagneten , ebenso das Klacken (Das Magnetventil hörst Du praktisch nicht da es nur einen leisen trockenen nichtmetallischen Knack erzeugt , ausserdem wird das Magnetventil beim Starten nicht angesteuert ,nur beim Dampf- und Heißwasserbezug).
      Der Magnet öffnet im angezogenen Zustand das Drainageventil , das Wasser läuft dann nicht über den Andockstutzen in die Brühgruppe sondern aus dem Ablauf in die Tropfschale.
      Der Kaffee und der Tresterbehälter bleiben dann staubtrocken.

      Da das DV nicht von der Elektronik überwacht wird merkt sie das auch nicht und meldet keine Störung.

      Du musst nun herausfinden warum der Magnet angesteuert wird , dies ist aber auf jeden Fall ein elektronisches Problem auf dem Leistungprint.

      Ich würde den Stecker des Magneten identifizieren , den Print ausbauen und die Bahn auf dem Print verfolgen. Irgendwo ist wohl ein Wackelkontakt , sei es in den Steckerstiften , eine Leiterbahn selbst oder der ansteuernde Triac. Manche Optokoppler reagieren auch spontan so , in diesem Fall würde der Optokoppler vor dem steuernden Triac grundlos auslösen und den Triac zünden der wiederum den Magneten mit Strom versorgt. (Optokoppler = weißer oder schwarzer flacher (8-Beiner)

      Dass dieser Defekt zyklisch abläuft könnte er auch eine thermische Ursache haben , d.H. in kaltem Zustand gibt irgendwas Kontakt oder keinen Kontakt und in warmem Zustand geht es. Das kannst Du testen indem Du den Leistungsprint in eingeschaltetem Zustand (wenn das Gerät gerade brummt) mit einem Fön etwas erwärmst. Hört das Brummen dann sehr schnell auf hast Du einen Thermowackler auf der Platine den Du suchen musst. Auch kalte Lötstellen reagieren so. Schau Dir mit einer Lupe alle Lötstellen von unten an , sie müssen mattsilbern glänzen. Wenn Du eine Stelle siehst die einen umlaufenden dunklen sehr dünnen Rand hat löte diese nach.

      Viele Grüße ,

      roadrunner
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