DeLonghi ECAM 21.110.SB - Magnifica - Undicht - wie beobachten ?

    • DeLonghi ECAM 21.110.SB - Magnifica - Undicht - wie beobachten ?

      Hersteller: DeLonghi | Typ-/Modell: ECAM 21.110.SB - Magnifica | ca. Baujahr: 2022

      Hallo,
      Unsere gut 4 Jahre alte MagnificaS wird undicht - bereits beim reinen Spülvorgang, also auch ohne Kaffeebezug. Wasser findet sich im bei reinem Spülen im Tresterbehälter und auf dem Boden sowie der Bodenplatte. Bei Kaffeebezug scheint es sich nicht nur um reines Wasser zu handeln, sondern (auch) um dünnen Kaffee. Die Brühgruppe ist neu (vor kurzem ersetzt). Da die (bzw. zumindest eine) Undichtigkeit auch ohne Kaffeebezug zu beobachten ist, steht doch vermutlich der Brühkolben nicht mehr im Verdacht, oder ?
      Kann man die Magnifica öffnen, und beim Zubereiten beobachten (Microschalter überbrücken o.ä.), oder wie würde man am besten vorgehen ?

      Herzlichen Dank für Tipps an einen Anfänger beim Reparieren eines Vollautomaten

      Mechanische Kenntnisse vorhanden: JA | Elektrische Kentnisse vorhanden: JA | Messgerät vorhanden: JA
    • Sry, konnte mich erst jetzt um die wichtigen Dinge des Lebens kümmern ;)

      Die Maschine hat ca. 13.500 Bezüge hinter sich. Ich habe erst mal Rückwand, beide Seitenwände und den Deckel entfernt - alles staubtrocken, auch bei wiederholtem Spülen. Von oben schräg nach unten geschaut - nicht viel zu sehen. Feuchtigkeit ist nur im „Inneren“ zu ahnen, nachdem der Brühkolben wieder zurückgefahren ist.

      Edit: Dann bleibt als Ursache wohl nur der Brühkolben übrig ? In Anbetracht des Alters der Maschine : revidieren oder lieber Brühkolben komplett neu ?

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Nn2746 ()

    • Noch eine Frage,
      wo tritt die "Undichtigkeit" eigentlich auf.
      Bei den ECAM sitzt links, unten, vorne an der Maschine die kleine rote Kondenswasserschale.
      Über dieser sitzt der Auslauf der Kondensationskammer.
      In der Kondensationskammer und besonders an deren Auslass setzt sich mit der Zeit Kalk und Verkrustungen ab.
      Diese können dazu führen, dass Wasser vom Auslauf nicht in die Kondenswasserschale tropft, sondern am Gehäuse hinter dieser Schale nach unten unter die Maschine läuft.
      Deshalb diesen Bereich regelmäßig kontrollieren und z.B. mit einer alten Zahnbürste reinigen
    • Wie gesagt: seitlich und hinten sieht alles absolut trocken aus. Kalk/Verkrustungen sind an dieser Stelle deutlich zu sehen, aber da tritt wohl kein Wasser aus. Ich nehme mir die Stelle aber nochmal vor, wenn ich das Sichtungsset habe und dann das Gehäuse wieder aufmache…
    • so, eine gute Woche weiter:
      Brühkolben entfernt, komplett auseinander gebaut, alles gesäubert, alle Dichtungen ersetzt (dünn mit Silikonfett eingeschmiert), alles wieder zusammen gesetzt, und Frust: kein Erfolg.

      linke Seite der Maschine: absolut trocken, aber beim spülen (und natürlich auch beim Kaffee machen) sehe ich von oben durch den Kaffeeschacht, dass ein paar Tropfen Wasser von irgendwo "oben" an der mittlerweile zurück gezogenen Brühgruppe vorbei in die Auffangschale bzw. daneben tropfen. Immerhin kenne ich jetzt meine Maschine von innen... Aber: wie kommt man da weiter ? Auf Verdacht einfach nochmal alles neu ? Wie kriegt man raus, an welcher Stelle da was undicht ist ? So richtig falsch machen konnte man eigentlich nichts - dachte ich bisher. Aber anscheinend...

      Unabhängig davon ein zweites Problemchen: die Brühgrupe bleibt mittlerweile im Ruhezustand eine Winzigkeit zu weit "oben" - es ist extrem schwierig, sie zur Reinigung rauszunehmen. Ist das eine bekannte Toleranz, oder kann man da was tun ? Es geht wirklich nur um ein,zwei Millimeter .
    • Alle Dichtungen an den dünnen weißen Druckleitungen wieder richtig eingebaut und nicht beschädigt?

      Nach meiner persönlichen Erfahrung treten bei ca. 20.000 Bezügen gehäuft Defekte an den mechanischen Umschaltventilen im oberen Brühkolben auf. Im Zweifel den oberen Brühkolben komplett ersetzen, ist bei gut 30 EUR sehr überschaubar.

      Wegen der Position der Brüheinheit in Entnahmeposition,
      bitte mal das Spiel der Antriebsspindel in Längsrichtung prüfen.
    • Danke.

      > Alle Dichtungen an den dünnen weißen Druckleitungen wieder richtig eingebaut und nicht beschädigt?
      ich hoffe. Aber die drei weißen Druckleitungen außen an dieser Einheit sind ja zu sehen - da leckt nichts. Deshalb:

      > Im Zweifel den oberen Brühkolben komplett ersetzen
      Tja, das hätte ich dann wohl besser getan, statt alle Dichtungen zu tauschen ;) Ok, die 30,-€ spendiere ich meiner Maschine noch, dann sehen wir weiter.

      > bitte mal das Spiel der Antriebsspindel in Längsrichtung prüfen.
      Da ist praktisch kein Spiel zu spüren, wenn ich an der Brühgruppe rumziehe, auch in Längsrichtung nicht. Die Mutter scheint gut passend auf der Spindel zu sitzen. Sozusagen leider, deshalb stehe ich auch etwas ratlos davor. Ich musste (eigene Blödheit) die ganze Antriebseinheit einmal lösen - aber beim Festziehen gab es an keiner Stelle etwas Spiel, dass diesen Millimeter erklären könnte. Eventuell einmal Mutter/Spindel fetten, damit der Motor *etwas** weniger Arbeit hat und deshalb beim Abschalten *etwas* weiter kommt ?
    • Die Entnahmeposition kann eigentlich nur über den Schaltpunkt des unteren Endschalters am Antrieb und über eine bestimmte Anzahl von Impulsen des Wegmesssystems festgelegt sein.
      Das Wegmesssystem müsste eine Auflösung von mindestens 0,25 mm haben.
      Mögliche Fehlerquellen:
      - Schaltpunkt unterer Entschalter.
      - Abnutzung am Betätiger komtra.de/delonghi-ersatzteile…-kaffeevollautomaten.html
      - axiales Spiel Lager Antriebsspindel.
      - axiales Spiel durch Verschleiß an der Spindelmutter der Antriebsspindel.
      INFO-VIDEO

    Hilfe zur selbstständigen Reparatur von Kaffeevollautomaten (Jura, Delonghi, Siemens u.v.m.)