Krups FNF2 - Orchestro - Kaffee sehr dünn, kein fester Puck in Tresterschale

    • Krups FNF2 - Orchestro - Kaffee sehr dünn, kein fester Puck in Tresterschale

      Hersteller: Krups | Typ-/Modell: FNF2 - Orchestro | ca. Baujahr: 2010

      Guten Morgen,

      nachdem ich hier bei der Maschine noch die "Anschlagnasen" der Brüheinheit mechanisch nachformen musste weil die Grundeinstellung nicht gefunden wurde, haben wir aktuell bei der Maschine das Problem, dass der Kaffee etwas fad schmeckt und in der kräftigsten Stufe auch dünner ist als zB. der unserer Surpresso S70 im Vergleich.
      Generell fand ich den Kaffee bei der Orchestro hier eh immer etwas milder aber seit geraumer Zeit irgendwie extremer.

      Die Mahlsteine wurden erst letztes Jahr von mir ersetzt, danach kaum benutzt, an denen liegt es also definitiv nicht, ich kann auch von ganz fein bis grob alles durchmahlen und die Brüheinheit wird zu mindestens 4/5 mit Pulver gefüllt in der kräftigsten Stufe, das sollte doch eigentlich nen ordentlichen Puck ergeben oder?
      Allerdings habe ich hier hinterher keinen festen Puck im Tresterbehälter sondern gefühlt unregelmäßig feuchtes Kaffeemehl.

      Irgendwie wird das Kaffeepulver nach dem Mahlvorgang und vor dem Brühvorgang nicht ordentlich verdichtet. Eigentlich sollte man doch beim "Verpressen" des Kaffeepulvers ja zumindest einwenig den Kunststoff "knarzen" hören, ist hier aber nicht der Fall, deshalb vermutlich auch kein Puck im Anschluss an den Brühvorgang?

      Was ich noch beobachten konnte, dass manchmal während des Vorbrühvorgangs, die Schnecke noch ein, zwei Zähne weiter läuft und entsprechend weiter verdichtet, dann habe ich zumindest halbe Pucks im Trester liegen, meistens dreht sich die Schnecke jedoch nicht weiter während des Vorbrühens.

      Wie gesagt:
      Mahlsteine neu und mahlen ordentlich
      Brühgruppe wird zu mehr als 4/5 gefüllt
      Brüheinheit revidiert
      Nasen der Brüheinheit nachgeformt weil Grundeinstellung nicht gefunden wurde

      Kein fester Puck sondern loses gebrühtes Kaffeepulver
      Dunkles und helle Kaffeepulver im Trester wenn es mal einen halben Puck gibt
      Maschine verdichtet das Kaffeepulver gefühlt nicht ordentlich während des (Vor)Brühvorgangs

      Jemand eine Idee wo ich ansetzen könnte?
      Gibt es eine Möglichkeit die Einstellungen der Maschine zu resetten, so, dass die Maschine sich neu justiert und die Pulvermenge so ggfs. noch etwas erhöht wird?

      Dankeschön

      Mechanische Kenntnisse vorhanden: JA | Elektrische Kentnisse vorhanden: JA | Messgerät vorhanden: JA
    • Tatsächlich ist der Mahlgrad deutlich zu grob - evtl.
      müssen da auch mehr als 2-3 Raster nachgedreht
      werden.
      Weiterhin sind die 4/5 bei entsprechend feinem
      Mahlgrad die unterste erträgliche Grenze. Mit einem
      optimalen Mahlwerk wird die Brüheinheit in den 9,3
      Sekunden des Mahlens für den 2-Rassen-Bezug
      eher leicht überfüllt, so dass etwas Kaffeemehl nach
      hinten auf die Tresterschale fällt.

      Aus der Siemens schmeckt der Kaffee wegen der
      anderen Brühgruppentechnik tatsächlich häufig
      etwas aromatischer...
      Gefällt mir aber nur bei Espresso - bei Kaffee mag
      ich den Jura/Krups-Geschmack lieber.

      Gruß
      BS
      Fragen zu Defekten an Kaffeeautomaten per Mail oder Konversation werden nicht beantwortet. Dafür gibt es das Forum.
      Küche: Jura GIGA 5 Pianoblack-Chrom Bj: 2012
      Büro: Jura XJ9 Bj: 2015
    • Danke für die Info, gibt es eine Möglichkeit die Länge des Mahlens zu verlängern oder das Gerät mal zu resetten? Es steht bei uns nämlich bei uns seit jeher auf der kräftigsten Stufe. Sind die 9,3-9,5 Sekunden zu kurz? Das war hier übrigens bei Bezug über die Espressotaste.

      Thx
    • Und was wäre dann der richtige Mahlring für die FNF2, muss ich erst den Motor kontrollieren, welche Marke verbaut ist?
      Wobei ich einzeln offensichtlich ja nur V5 für Johnson bekomme oder kann ich den Mahlring überall verbauen?

      Thx


      Edit: Hier nochmal ein Video vom Kaffeebezug mit feinerer Körnung?

      Davon ab, soll die Schnecke beim Vorbrühen nochmal verdichten oder wird das Pilver bei der Krups gar nicht so stark verdichtet wie bei den Surpressos? Woher weiß die Maschine wieviele Umdrehungen der Motor machen muss? Nach Werksvorgabe, ich habe die Stärke also müsste soviel Pulver drin sein also muss ich die Schnecke so weit bewegen? Oder reagiert die Schnecke auf tatsächliche Befüllungen?

      Und hier nochmal ein paar Bilder, das erste noch der ersten Justierung und das zweite und dritte in finaler Justierung.
      Der halbe Puck auf dem ersten Bild war übrigens 22mm stark.
      Bilder
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      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von bo1973 ()

    • Anbei mal ein Foto der nun ausgetauschten Steine.
      Daran lag es aber nicht, neue Steine verbaut und trotzdem gleiche Menge, Brühgruppe wird eigentlich vollständig gefüllt bei single Espresso Bezug 120ml und Kaffeestärke max.
      Puck nur ab und an mal im Auffangbehälter.

      Ich bleibe dabei, vom Gefühl her wird das Pulver nicht fest genug verpresst, ich habe nur einmal gesehen, dass die Schnecke nochmal ein, zwei, drei Zähne weitergedreht hat.
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    • Neu

      Also diese Mahlsteine sind nicht mehr wirklich gut.
      Wenn die neuen sigenannte V3 von vor einiger
      Zeit waren, ist die Wahrscheinlichkeit dass diese
      nicht besser sind ebenfalls recht hoch.
      Problem besteht seit vielen Jahren, dass es für die
      normalen Mahlwerke keine WIRKLICH PASSENDEN
      Mahlsteine gibt. Nur ein komplett NEUES kein
      revidiertes Mahlwerk hat auch neue und passende
      Mahlsteine.

      Gruß
      BS
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    • Neu

      Nur mal nebenbei, das Mahlwerk ist ein Domel Mahlwerk.

      Mahlsteine sind ja jetzt getauscht aber mein Problem besteht immer noch, es kommt kein ordentlicher Puck zustande, vermutlich, weil nicht genug gepresst wird obwohl die Brüheinheit ausreichend gefüllt wird.

      Seltsamerweise fährt die Maschine nach dem Brühvorgang noch mal ein Stück weiter in Richtung verdichten bevor der Puck ausgeschmissen wird, sowas würde ich aber eher vorher erwarten.

      Noch jemand eine Idee wonach ich weiter schauen könnte?

      Danke!
    • Neu

      Hallo,

      vielleicht hätten wir das vorher schon sagen sollen - aber es ist
      völlig normal und gehört so. dass die Brüheinheit vor dem
      Auswerfen den Puk nochmals presst, damit er möglichst trocken
      ist - daher ist dieser Weg als mögliche Fehlerursache nicht
      weiter zu verfolgen.

      Wenn kein ordentlicher Puk zustande kommt, liegt es immer an
      folgenden Punkten:
      -Mahlgrad (zu grob oder zu fein)
      -Mahlmenge (zu wenig)
      -Bohnensorte (dunkle ölige Bohnensorte)

      Voraussetzung ist, dass der Mahlvorgang beim 2-Tassen-Bezug
      über 9 Sekunden dauert - sonst könnte es noch einen Defekt der
      Elektronik geben.
      Ist das so, ist der Fehler ausschließlich bei den 3 oben genannten
      Punkten zu suchen.
      Wenn ein Domel-Motor eingebaut ist, kann man davon ausgehen,
      dass die Motorkohlen nicht verschlissen sind und das Mahlwerk
      nicht deutlich hörbar "leiert".

      Gruß
      BS
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    • Neu

      Danke!
      Habe mich aber glaube ich irgendwie blöd ausgedrückt, bzw. den eigentlichen Teil meiner Gedanken ausgelassen auf den ich nämlich nochmals verweisen wollte, folgendes:

      bo1973 schrieb:

      Was ich noch beobachten konnte, dass manchmal während des Vorbrühvorgangs, die Schnecke noch ein, zwei Zähne weiter läuft und entsprechend weiter verdichtet, dann habe ich zumindest halbe Pucks im Trester liegen, meistens dreht sich die Schnecke jedoch nicht weiter während des Vorbrühens.
      Dass die Maschinen im Nachhinein nochmals verdichtet, das ist mir bewusst.

      Werde mir dann nochmals den Mahlgrad vornehmen, glaube aber schon, dass ich fein genug bin.
    • Neu

      Hallo,

      wenn das Pulver "ZU FEIN" ist, gibt es meist auch keinen Puk,
      sondern eher wässrigen Kaffeschlamm im Tresterbehälter.

      Als kleinen Anhaltspunkt kann man noch mitnehmen, dass je
      dunkler und öliger die Kafeebohnen sind, desto feiner muss
      der Malgrad sein um einen festen Tresterpuk zu erhalten,
      wobei "geschmacklich und maschinentechnisch" der Mahlgrad
      bei helleren Mischungen feiner und bei dunkleren grober sein
      sollte. Das ist direkt widersprüchlich, aber zeigt das Dilemma,
      warum mit dunkleren öligeren Sorten immer eher ein Krümel-
      trester als ein schöner Puk entsteht...

      Gruß
      BS
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